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dea ex machina

Armen Avanessian (Hrsg.)
Helen Hester (Hrsg.)
Jennifer Sophia Theodor (Übersetzung)
 
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»Wenn auch beide in einem rituellen Tanz verbunden sind, wäre ich lieber ein Cyborg als eine Göttin« - Donna Haraway, 1995

Von den vielen reflexartigen Kritiken, die das »Manifest für eine akzelerationistische Politik« (Williams/Srnicek) ausgelöst hat, erscheint die Herabstufung des Projekts zum machistischen Technonihilismus als besonders vernichtend. Dabei übersehen jene Debatten, die den Akzelerationismus zu einem Futurismus des 21. Jahrhunderts machen wollen, der vor allem aus roher Männlichkeit und rasanter Geschwindigkeit der Maschinen schöpft, erstens sein Potential für gegenwärtige Genderpolitik und zweitens seine Bindung zum bestehenden technofeministischen Denken. Deshalb ist es unerlässlich, einige der verdrängten Genealogien zurückzubringen, die das akzelerationistische Projekt vor dem Hintergrund von 50 Jahren heterogener, feministischer Gender- und Techniktheorie beleuchten. Dea ex machina unternimmt an dieser Stelle den Versuch, kanonisch gewordene, technofeministische Stimmen mit jenen zusammenzubringen, die einem postdigitalen Feminismus des 21. Jahrhunderts die Richtung weisen könnten.
 
Erschienen Februar 2015 • ISBN 9068943578926 • 13,00 €