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Präsens

Poetik eines Tempus
Armen Avanessian
Anke Hennig
 
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Einleitung

 

Kapitelübersicht

 

Methodik (Material, Phänomen, Gegenstand

 

Fiktionstheorie und Narratologie

 

Asynchrone Zeitpoetik

 

 

 

I. Der Präsensroman

 

Vorbedingung: Die klassische Erzählfiktion und das Besprechen

 

Klassische Beispiele

 

Moderne: Die Entstehung des Präsensromans

 

Übergang I: Der Bruch mit der Fiktion
Übergang II: Der Bruch mit der Narrativität
Erosion der erzählfiktionalen Matrix

 

Übergang zum Erzählpräsens
Exkurs zu John Updikes Notationspräsens

 

Wie erlangt das Präsens Zugriff auf die Fabel?

 

1a) Der Versuch, Fabel und Sujet sukzessive zu synchronisieren           
1b) Fabel und Sujet überlagern sich

 

Wie fiktionalisiert sich das Präsens?
Linguistik des (historischen) Präsens

 

Altermoderne: Der Wechsel zum Vergangenheitspräsens

 

Fiktionales Präsens

 

I. Vergangenheitsbedeutung des Präsens
II. Altermoderne Fiktion oder: Entdokumentarisierung des Präsens

 

Narratives Präsens

 

I. Fabelpräsens
II. Neue Sujets
III. Personalpolitik (Ich-Du-S/he)

 

 

 

II Methodenlektüren

 

1. Literaturphänomenologische Befunde

 

Ungleichzeitige Gegenwart oder Zukunftsnarration
Vergangenheitsstaffeln oder Nullpole

 

2. Revision narratologischer und fiktionstheoretischer Ansätze zum Zeitverständnis

 

Narratologische Revisionen: Gérard Genette
Fiktionstheoretische Revision: Käte Hamburger

 

3. Deixis

 

Dynamik von Raum-Deixis und Zeit-Deixis
Deixis und Tempus
Deiktische Verschiebungen
Exkurs zur Begriffsgenealogie des shifts
Verbindung von Narratologie, Fiktions- und Deixistheorie
Fiktionsnarratologische Konkretisierung der raum-zeit-personalenVerschiebungsdynamik

 

 

 

III Imaginäres Präsens

 

Das Präsens des Inneren Monologs

 

Pathographien der Fiktion

 

Die Einholung des Selbstentwurfs (Lacan)

 

E.T.A. Hoffmanns Fiktionsdurchbruch zum imaginären Präsens

 

Gogol’s imaginärer Zeitzünder oder „Am nullten“

 

Doppelgänger

 

Exkurs: Der Fokus als erzähltechnischer Doppelgänger

 

Drei Formen literarischen Wahnsinns oder: der Verlust der Unterscheidung

 

Dostoevskijs andere Doppelgänger

 

Tempusverwirrung – Strindbergs ununterscheidbares Wahnsinnspräsens

 

Die Zeitformen der Fiktion und des Imaginären

 

 

 

IV Tempusphilosophie

 

Philosophie der Zeit

 

Zeit als scheinbare Unmöglichkeit des Zugleich (McTaggarts Zeitreihen)
Von der illusionären Aufeinanderfolge zum tatsächlichen Vorhergehen (Russell)
Bipolarität temporaler Aussagen (Rödl)

 

Die sprachliche Bildung der Zeit: Gustave Guillaume
Narrative Chronogenese und Spiegelstadien der Erzählfiktion
Literarisches Wissen

 

1) Was das epische Präteritum weiß
2) Was der moderne Präsensroman weiß
3) Was der altermoderne Roman weiß

 

Asynchrone Synthese (Deleuze)

 

 

 

Epilog – Warum Poetik?

 

I. Einwände

 

II. Experimentelle Poetik = Science (of con-temporary) fiction

 

1) Das poietische Moment der Begriffsbildung
2) Das poietische Moment des Lesens
3) Science fiction
4) Poetik und Geschichte

 

 

 

Glossar

 

Bibliographie