Programmatik des Projekts
Spekulative Poetik

Punkt 3

Literatur ist weder reiner Stil noch leeres Zeichen, sondern ein Wissen von und in der Welt. Gegenüber einem Denken von Erfahrung in ausschließlich ästhetischen Kategorien ist zu betonen: Die Dimension des Poietischen geht weit über das Machen von Texten hinaus. Poetik ist dann spekulativ, wenn ihr philosophischer Horizont sich mit spekulativer Grammatik (Thomas von Erfurt) oder Linguistik (Elisabeth Leiss) und spekulativer Semiotik (Peirce) verbindet und die poietische Funktion der Sprache berücksichtigt.