Programmatik des Projekts
Spekulative Poetik

Punkt 2

Sprache, Literatur und Denken sind Teil der Welt. Literatur denken meint dann, natürliche Sprache, literarische Artefakte und poetisches Denken auf einer Ebene zu verorten. Alfred North Whitehead und Isabelle Stengers zufolge verlangt spekulative Philosophie ein Experimentieren mit der Sprache, wohingegen jeder ready-made-Gebrauch von Wörtern scheitern muss. Spekulative Poetik untersucht Literatur darum als das Forschungslabor der Sprache. Nicht-arbiträre Sprache entwickelt sich rekursiv, d.h. entfaltet die Welt mit jeder Rückwendung auf sich selbst weiter.