Programmatik des Projekts
Spekulative Poetik

Punkt 1

Spekulative Poetik verknüpft das sprachfundierte poststrukturale Denken der letzten Jahrzehnte mit dem zeitgenössischen Interesse an Ontologie. Spekulatives Denken – egal ob dasjenige Hegels , Benjamins, oder jüngst Quentin Meillassouxs – drängt auf eine Selbstbestimmung durch seine sprachliche Praxis. In diesem Sinne interessieren sich sprachontologische Ansätze in Linguistik und Philosophie für Poiesis, mit deren Hilfe korrelationistischen Mythos von der Erschaffung der Welt durch die Sprache ontologisch umgedeutet werden kann: Sprache verändert die Welt.